Samstag, 29. Juli 2017

Günter Schuchardt gestorben



Wie ich heute aus der Zeitung erfahren habe, ist unser Kollege und IPA-Freund Günter Schuchardt im Alter von 73 Jahren gestorben. Klaus Feldhaus, einer seiner ehemaligen Vorgesetzten:“ Wieder haben wir einen tollen, aufrichtigen und gradlinigen Kollegen verloren.“ Günter Schuchardt verbrachte seine gesamte Dienstzeit in der Polizeiinspektion 1 (Mitte), zunächst im durchlaufenden Wach- und Wechseldienst auf der „Gerlingwache“, Dienstgruppe B, später im Bezirksdienst und zuletzt im Kriminalkommissariat 2 im „Glückaufhaus“ an der Bismarckstraße.
In „Mitte“ (damals noch Schutzbereich I) habe ich ihn auch 1972 kennengelernt. Er, 28 Jahre alt, Polizeihauptwachtmeister - ich 18 (!) Jahre alt, Polizeioberwachtmeister im Praktikum. Die Aussage von Klaus Feldhaus kann ich nur bestätigen. Ich bin gerne mit ihm „auf Streife“ gewesen und habe eine Menge von ihm gelernt. Günter war in unserer „Truppe“ sehr beliebt. Auch unsere späteren Begegnungen waren immer von Freundlichkeit und seiner Kompetenz geprägt.
Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 4.8.2017 um 10.00 Uhr in der Kapelle des Parkfriedhofs in Bottrop (!), Hans-Böckler-Straße, statt. Anschließend erfolgt die Urnenbeisetzung.


Foto © Uwe Klein: Die „Gerlingwache“, zunächst Schutzbereich I, später Polizeiinspektion Mitte befand sich von 1970 bis 2006 an der Gerlingstraße 16. Die Stammdienststelle von Günter Schuchardt fast in seiner gesamten Dienstzeit.

Sonntag, 16. Juli 2017

Ski-Woche in Österreich

Die IPA Österreich/ Kärnten/ Verbindungsstelle Oberkärnten bietet an:
Ski-Woche vom 27. Januar – 3. Februar 2018 in Österreich? Hier findet ihr die Informationen:
http://www.ipa-ktn.at/ oder Mail an ewald.grollitsch@ipa.at
Preise je nach Hotel von 730 – 1060 Euro



Abschied vom „Historischen Gewissen der Düsseldorfer Polizei“


Viele Polizeikollegen, Familie und Freunde verabschiedeten sich am Freitag von Klaus Dönecke, der am 4. Juli ganz überraschend im Alter von nur 62 Jahren starb, kurz nach seiner Pensionierung. Der Polizist erforschte seit vielen Jahren die Nazi-Verbrechen des Reservepolizeibataillons 67. Am Ende der Trauerfeier fiel mir ein junges Paar auf. Es stand am Sarg, als fast alle Trauergäste schon gegangen waren. Beide schienen sehr ergriffen und weinten. Warum diese besondere Anteilnahme am Tod des Ex-Polizisten zeigt vielleicht ein Fernsehbeitrag in der Lokalzeit Düsseldorf des WDR, ausgestrahlt am 25.5.2016.


Donnerstag, 6. Juli 2017

Unser (mein) Freund ist tot



In den späten Abendstunden habe ich durch die Polizeiseelsorge erfahren, dass mein Düsseldorfer Polizeifreund Klaus Dönecke (61) gestern gestorben ist. Für mich ein Schock. Erst vor ein paar Wochen haben wir ihn mit einer kleinen Delegation der International Police Association (IPA) Essen besucht. Er ermöglichte uns eine Besichtigung der jüdischen Synagoge und Gemeinde in der Landeshauptstadt. Dort hatte er auch sein „neues“ Büro als Pensionär bezogen, das er uns voller Stolz zeigte, um weiterhin die Nazi-Verbrechen der Düsseldorfer und Essener Polizei zu erforschen, was er schon viele Jahre in seiner Dienstzeit getan hat. Klaus sah auf den ersten Blick mit seinem riesigen Schnauzbart mürrisch aus. Falsch gedacht. Er war ein netter Kerl, der, frei nach Herman van Veen, „seinen Mund auftut, der Gesten gegenüber kühl und brüllt, wenn's ihm danach zumut“. In ihm steckte ein feiner und freier Geist, der oft in Polizeikreisen belächelt, aber auch ob seiner hohen politischen Anerkennung beneidet wurde. Er war der erste Polizist, der in Uniform in der jüdischen Gedenkstätte „Yad Vashem“ in Israel auftreten durfte. Ich hätte ihm noch viele Jahre gegönnt, in Fortsetzung seines Lebenswerks und natürlich privat als Rentnerkollege mit seiner Familie.
Lieber Klaus, Deine polizeihistorische Leistung nimmt dir keiner mehr. Du wirst in guter Erinnerung bleiben. Mach' es gut mein Freund...

© uk-Foto: Das Foto von Klaus „schoss“ ich bei unserem letzten Treffen